Verwaltungsaustausch zwischen Bargteheide und der Partnerstadt Zmigród Neue Impulse für Zmigród und Bargteheide

Das Rathaus in Bargteheide hatte im Rahmen eines Verwaltungsaustauschs in der Woche vom 6. bis zum 9. Juni Besuch aus der Partnerstadt Zmigród. Entsprechend ihren Interessen durchlief Marta Kamínska einige Bereiche der Bargteheider Stadtverwaltung. So standen unter anderem die Volkshochschule, Stadtbibliothek, das Freibad, das Museum, Umweltangelegenheiten sowie Öffentlichkeitsarbeit und Tourismus auf dem Plan.

Streng genommen gehört Marta Kamínska in Zmigród nicht zur Stadtverwaltung, sie ist seit Januar 2017 Geschäftsführerin eines touristischen Vereins, der eng mit dem Rathaus zusammenarbeitet - ähnlich der Aktivregion Alsterland rund um Bargteheide. Vorstandsvorsitzender ist Zmigróds Bürgermeister Robert Lewandowski. Dieser hatte Kamínska gefragt, ob sie Interesse an einem Verwaltungsaustausch mit Bargteheide habe. Die Begegnung wurde von Rathausmitarbeiterin Melanie Malchau organisiert.

„Wir vertreten zehn Kommunen und zwei Landkreise“, erklärt Kamínska. Das Gebiet umfasst den Teil Niederschlesiens, der nördlich von Breslau liegt. die Vereinsarbeit hat sich die Förderung des Tourismus auf die Fahnen geschrieben. Momentan steht der Ausbau des Radwegenetzes auf dem Plan. Im kommenden Jahr soll das durch EU-Mittel geförderte 140 km umfassende touristische Radwegenetz fertiggestellt werden. Der Verein führt Werbekampagnen für Radwege durch und liefert Informationen über die Region – von Geschichte, Kultur, Natur, lokaler Küche und regionalen Erzeugnissen reicht die Palette. Der Verein kümmert sich um interessante Attraktionen und Veranstaltungen für Touristen.  Weiterhin werden Radausflüge und Begegnungen mit lokalen Erzeugern und Künstlern vermittelt. Dabei wir eng mit lokalen Dienstleistern und Firmen aus den benachbarten Städten kooperiert. Auch die Aufklärung über Sicherheit auf den Wegen und die Kennzeichnung von neuen Routen gehört zu den Aufgaben. Die studierte Germanistin Marta Kamínska fungiert als Geschäftsführerin, Reiseführerin und Dolmetscherin.

Die Landschaft um Zmigród sei sehr abwechslungsreich, erzählte sie. „Wir haben das Katzengebirge, wo auch Extremsportler auf ihre Kosten kommen und das Bartsch-Flusstal.“ Auch Wanderwege und Kajakrouten sind dort ausgewiesen. Zum Tourismuskonzept gehört auch die Vermarktung regionaler Produkte aus Handwerk und Landwirtschaft, die zum Teil schon auf Öko-Landbau umgestellt ist.

In den letzten Jahren sind in der Region Ferienhäuser, Restaurants und Bildungsstätten entstanden.

Bürgermeisterin Birte-Kruse Gobrecht betonte: „Solche Kontakte auf lokaler Ebene sind wichtig, um den Zusammenhalt in der EU zu fördern. Die Gemeinschaft von offenen Gesellschaften müsse auch vor Ort gelebt werden, auch in der Würdigung der wechselhaften deutsch-polnischen Geschichte. Es ist wichtig, dass man sich austauscht und weiter zusammenrückt.“ Auch das Büro von Lewandowski wünscht engere Bindungen nach Deutschland und hofft darauf, dass so weitere Freundschaften entstehen.

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* Das Sozialamt mit den Teilbereichen Sozialhilfe, Wohngeld, Kindergartengebühren und Asylbewerber hat mittwochs und freitags ganztägig geschlossen.

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