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Archive: Einsichtnahme in Archivgut

Archive in Schleswig-Holstein stehen jedermann offen. Zu wissenschaftlichen Zwecken, für heimatkundliche Fragestellungen, zur Erforschung der eigenen Familie oder zur Klärung von Rechtsfragen können Sie im jeweils zuständigen Archiv Archivgut auswerten. Archivgut können Akten sein, aber auch Karten, Urkunden, Fotos, Filme oder digitale Daten. Viele Archive unterhalten Bibliotheken mit lokal- und regionalhistorischen Veröffentlichungen.

Das Landesarchiv Schleswig-Holstein in Schleswig übernimmt und sichert zentral die historischen Unterlagen der Landesverwaltung und ihrer Vorgängerbehörden. Die Städte, Kreise, Ämter und Gemeinden unterhalten eigene Archive. Neben dem Landesarchiv und den Kommunalarchiven können Sie auch kirchliche Archive für Ihre Recherchen heranziehen. Das Archiv der Christian-Albrechts-Universität wird im Landesarchiv verwaltet.

Archive erschließen historische Dokumente in Datenbanken und Verzeichnissen, die in den Lesesälen der Archive und teilweise im Internet zur Verfügung stehen. Das Archivpersonal unterstützt Sie bei Ihrer Recherche.

Eine Einsichtnahme ist nur vor Ort in den Lesesälen zu den Öffnungszeiten möglich. Die wertvollen Unterlagen können nicht entliehen werden. In der Regel können aber Reproduktionen in Auftrag gegeben werden. Eine vorherige Anmeldung kann erforderlich sein.

An wen muss ich mich wenden?

An das jeweilige Archiv.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Einige Archive verlangen die Vorlage Ihres Personalausweises. Genaue Auskünfte hierzu erteilt das jeweilige Archiv.

Welche Gebühren fallen an?

Über die Erhebung von Gebühren entscheiden die Archivträger. Setzen Sie sich diesbezüglich mit dem jeweiligen Archiv in Verbindung.

Rechtsgrundlage

Gesetz über die Sicherung und Nutzung öffentlichen Archivgutes in Schleswig-Holstein (Landesarchivgesetz - LArchG).

Was sollte ich noch wissen?

Nähere Informationen finden Sie auch auf den Internetseiten der Schleswig-Holsteinischen Archive.

Stadtarchiv Bargteheide

Geschichte

Das Stadtarchiv hat seit Juli 2008 eigene Räume im Rathaus und wird 10 Std./Woche hauptamtlich von einer Verwaltungsangestellten betreut.

Der Schwerpunkt der Archivarbeit liegt in der Sicherung von Verwaltungsakten. Die Bestände 1-4 sind in einer Archivsoftware verzeichnet, diese wird zu einem späteren Zeitpunkt eine Findbuch-Erstellung sowie Internetrecherchen ermöglichen.

Bestände

Der Altaktenbestand ist fast lückenlos und gibt Zeugnis über die Anfänge der kommunalen Selbstverwaltung der Landgemeinde Bargteheide ab 1867, die Erhebung zur amtsfreien Gemeinde mit hauptamtlicher Verwaltung und einem hauptamtlichem Bürgermeister ab 1957 bis zur Verleihung des Stadtrechtes am 15. Mai 1970.

Bestand I: Verwaltungsakten aus den Jahren 1877 - 1957
Bestand II: Verwaltungsakten aus den Jahren 1957 - 1974
Bestand III: Verwaltungsakten ab 1974
Bestand IV: Standesamtsakten aus den Jahren 1874 - 1945
Archivbücherei: Literatur schwerpunktmäßig über Bargteheide sowie allgemeine Werke, den Kreis Stormarn und Schleswig-Holstein betreffend
Dokumentationsarchiv: Bisher in Ansätzen nur durch Sammeln gewährleistet
Fotoarchiv: Bisher ca. 900 Fotos ab 1900, die die Entwicklung des Ortsbildes und den umfangreichen Ausbau der Infrastruktur dokumentieren. Den Hauptbestand bilden Fotos ab 1950.
Postkartensammlung: Bisher ohne Verzeichnis
Sammlung Presseartikel aus den Jahren 1974 - 1993

Stolpersteinverlegung

Der erste sogenannte Stolperstein in Bargteheide wurde am 26.11.2009 in der Straße „Am Bargfeld 6“ verlegt. Stolpersteine sind Mahnsteine. Sie werden vor dem letzten freiwilligen Wohnort eines Menschen verlegt, der aus politischen, religiösen oder weltanschaulichen Gründen während der Zeit des Nationalsozialismus zu Tode kam.

In Bargteheide war Ernst August Bastian, der aus politischen Gründen am 01.11.1943 verhaftet wurde und am 22.01.1945 im Konzentrationslager Fuhlsbüttel starb, eines dieser Opfer. Der Stolperstein wurde auf der Auffahrt des Hauses „Am Bargfeld 6“ verlegt.

Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in zahlreichen Orten in Europa. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Initiator Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten.