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Stadtdialog Bahnhofsumfeld

Bahnhofsgebäude

2016 wurde die Veranstaltungsreihe „Stadtdialog Bargteheide“ mit dem Ziel gestartet, den Einwohnerinnen und Einwohnern Planungsalternativen für die zukünftige Entwicklung ihrer Stadt vorzustellen, diese mit ihnen zu diskutieren und mit dem gewonnenen Stimmungsbild in den politischen Gremien weiter zu arbeiten.

Im Rahmen des „Stadtdialogs Bargteheide“ wird nun am 18. Juni 2018 zum Thema „Bahnhofsumfeld“ öffentlich über die funktionale und gestalterische Neuordnung der Bereiche östlich sowie westlich des Bahnhofs Bargteheide diskutiert und mögliche Entwicklungsperspektiven dieser Bereiche erarbeitet.

Eingeladen sind interessierte Bargteheider Einwohnerinnen und Einwohner, die sich an der Diskussion zum Bahnhofsumfeld beteiligen und die Stadtentwicklung aktiv mitgestalten wollen.

Es wird Gesprächsrunden mit Experten zu den drei Themengebieten „Mobilität und Verkehrsplanung“, „Stadtplanung, Städtebau und Stadtgestaltung“ sowie „Umwelt-, Natur- und Artenschutz“ geben. Dabei geht es u.a. um folgende Fragen: Wie soll das Bahnhofsumfeld zukünftig gestaltet werden? Wie lassen sich ÖPNV-Angebote, Fahrradparken, sowie P&R sinnvoll integrieren und auf die Bedürfnisse der Bargteheider Einwohnerinnen und Einwohner abstimmen?

Darüber hinaus wird angestrebt, Maßnahmen der Einwohnerbeteiligung zukünftig in einem strukturierten Rahmen ablaufen zu lassen und zu diesem Zweck Leitlinien für die Beteiligung zu erarbeiten. Diese sollen nicht allein am Schreibtisch eines beauftragten Büros entstehen, sondern müssen vor Ort mit Leben gefüllt werden und wachsen.

Ziel ist es gemeinsam mit Personen aus dem Stadtleben Leitlinien für die Beteiligung zu erarbeiten. Zu diesem Zweck wird ein Arbeitskreis „AK Stadtdialog“ die einzelnen Veranstaltungen des Stadtdialogs methodisch diskutieren und Empfehlungen für eine Leitlinie für die Beteiligung erarbeiten.

In diesem „AK Stadtdialog“ sollen neben der Politik und Verwaltung auch bis zu drei interessierte Einwohner/innen einbezogen werden. Interessierte können sich auf der Veranstaltung am 18. Juni 2018 oder per Mail bis zum 27. Juni 2018 an bargteheide@planemit.de melden. Es wird darum gebeten, bei Interesse an der Mitwirkung, Namen und Adresse sowie einige kurze Sätze zur Motivation für die Mitwirkung zu nennen. Bei mehr als drei Interessierten entscheidet das Los.

Allgemeines zum Stadtdialog Bahnhofsumfeld

Bargteheide wächst und ist inmitten der Metropolregion zwischen Lübeck und Hamburg besonders für junge Familien attraktiv. Aufgrund vieler Zuzüge und des demographischen Wandels gilt es die erforderliche Infrastruktur zu schaffen. Dieser Prozess wurde durch die erste Dialogveranstaltung und die Beauftragung einer Studie aktiv gesteuert. Diese Studie haben im Jahre 2017 zwei Studenten der HafenCity Universität Hamburg als Bachelorarbeit zur zukunftsorientierten Stadtentwicklung in Bargteheide erstellt und dabei die Herausforderungen von Wachstum und demographischem Wandel berücksichtigt. Die Arbeit ist im Internet einsehbar unter www.bargteheide.de “Bargteheide – Stadt – Stadtentwicklung – Bachelorthesis“.

Der „AK Stadtdialog“ setzt sich entsprechend eines Beschlusses des Haupt- und Sozialausschusses vom 28. Februar 2018 wie folgt zusammen:

  • Je 1 Mitglied der in der Stadtvertretung Bargteheide vertretenen Fraktionen
  • Vorsitzende/r des Haupt- und Sozialausschusses
  • Vorsitzende/r des Ausschusses für Planung und Verkehr
  • Bürgermeisterin
  • Referent der Bürgermeisterin
  • Leiterin des Fachbereiches 1 „Inneres und Bildung“
  • Leiter des Fachbereiches 4 „Planung, Ordnung und Umwelt“
  • Externes Fachplanungsbüro (beratend und moderierend)
  • 3 Vertreter aus der Öffentlichkeit (beratend)

Nachstehend finden Sie Unterlagen zum Thema:

Einleitung 1. Stadtdialog „Bahnhofsumfeld" am 21. April 2016 Luftbild und Lageplan Luftbild Bahnhofsumfeld B-Plan-Entwurf Nr. 3, 11. Änderung Lageplan Bahnhofsumfeld blanko

Parkraumkonzept Innenstadt und Bahnhofsumfeld Parkraumkonzept Innenstadt und Bahnhofsumfeld - Pläne Parkraumkonzept Innenstadt und Bahnhofsumfeld - Ergebnisse der Parkraumerhebung Ideenmerker (als pdf-Dokument) Ideenmerker (als rtf-Dokument)

Ergebnisdokumentation des Stadtdialogs am 21. April 2016 Fotos vom Stadtdialog am 21. April 2016

Die Ergebnisse des Stadtdialogs waren Gegenstand einer Beratung in der öffentlichen Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 28. April 2016.

Ihre Ideen können Sie gern per Mail senden an die Adresse info@bargteheide.de oder postalisch an Stadt Bargteheide, Rathausstr. 24-26, 22941 Bargteheide

Bürgerideen

Vorschläge von Frank Westerwald Vorschläge von Frank Niebuhr Weitere Vorschläge Konzept zur Gestaltung des Bahnhofsumfelds Bargteheide (Architekt Christian Wehmeyer) Vorschläge von Carsten Schröder

Beim Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH (NAH.SH GmbH) wurde zudem angefragt, in welchem Umfang ein Bedarf an Park & Ride- und Bike & Ride-Parkplätzen im Bereich des Bahnhofes Bargteheide gesehen wird. Auch diese Information ist für eine Fortsetzung des Stadtdialoges und die weitere politische Diskussion von Bedeutung.  

Es liegt eine 1. Fortschreibung der kleinräumigen Bevölkerungs- und Haushaltsprognose im Kreis Stormarn bis 2030 vor, die ebenfalls eine Orientierung für eine weitere mögliche Stadtentwicklung gibt.

Im Jahre 2017 haben zwei Studenten der HafenCity Universität Hamburg eine Bachelorarbeit zur zukunftsorientierten Stadtentwicklung in Bargteheide erstellt und dabei die Herausforderungen von Wachstum und demographischen Wandel berücksichtigt. Die Bachelorthesis finden Sie auf der Seite Stadtentwicklung.

Ergebnisse des Arbeitskreises Stadtdialog

Die aktive Beteiligung der Einwohnerschaft an öffentlichen Planungen in unterschiedlichen Formen gehört seit längerem zur selbstverständlichen gemeindlichen Praxis. Damit wird dem Wunsch der Bevölkerung entsprochen, in einer vielfältigen, gut vernetzten und weltweit verbundenen Gesellschaft nicht nur mitreden, sondern auch mitbestimmen zu wollen.

Gute Bürgerbeteiligung bereichert die fachliche Qualität von Planungen, erhöht die Akzeptanz, die Legitimation und die Transparenz kommunaler Entscheidungen und stärkt damit auch die demokratischen Kompetenzen der Beteiligten selbst aber auch den Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft allgemein.

Eine gelingende Bürgerbeteiligung benötigt dabei neben passend ausgewählten Methoden und Instrumenten verbindliche und transparente Regeln. 2013 hat der Deutsche Städtetag den Kommunen empfohlen, die Weiterentwicklung von Leitlinien und kommunalen Satzungen voranzutreiben, um die kommunale Bürgerbeteiligung auf eine verlässliche Grundlage zu stellen.

Diesem Aufruf ist neben vielen weiteren Städten und Gemeinden auch die Stadt Bargteheide gefolgt. Im Zuge der Stadtdialoge für das Bahnhofsumfeld in den Jahren 2016 / 2018 wurde ein eigener Arbeitskreis gebildet. Neben Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung wurden auch drei interessierte Einwohnerinnen und Einwohner in diesen mit einbezogen, die im Losverfahren (unter Zeugen) ermittelt wurden.

Seit April 2018 hat die Gemeinde gemeinsam mit Verwaltung und Politik in einem laufendem „Arbeitskreis Stadtdialog“ Leitlinien für die Beteiligung erarbeitet. Diese regeln, auf welchem Wege Bürgerbeteiligung initiiert werden kann, welche Verfahrensschritte es gibt und wie die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens in dem kommunalen Entscheidungsprozess einfließen können.

Im Gegensatz zu formellen Verfahren, wie sie z.B. auf kommunaler Ebene etwa in der Bauleitplanung üblich sind, existieren für informelle und freiwillig initiierte Beteiligungsverfahren keine verbindlichen rechtlichen Regelungen. Für diese Fälle sollen die erarbeiteten Leitlinien einen transparenten und nachvollziehbaren juristischen Rahmen bieten.

Bei dem von der Stadt Bargteheide gewählten Ablauf in Bezug auf die Aufarbeitung der einzelnen Themenpunkte wird jedoch klar gestellt, dass es sich um ein informelles, freiwilliges Beteiligungsverfahren mithilfe der Bildung eines Arbeitskreises Stadtdialog handelt, deren Ergebnisse rechtlich nicht bindend sind und formell lediglich einen beratenden Charakter haben.

Eine Selbstverpflichtung auf Seiten der Verwaltung und der Politik lassen sich im Zuge der weiteren Beratungen hinsichtlich der Ergebnisse bzw. Vorschläge des Arbeitskreises nicht herleiten. Die Resultate dienen jedoch als wichtige Anhaltspunkte bei den weiteren Abwägungs- und Entscheidungsprozessen. Ein Anspruch auf die Durchführung der vom Arbeitskreis entwickelten Resultate besteht insofern nicht. Auch muss eine Begründung bei Abweichungen von den städtischen Gremien nicht (zwingend) erfolgen.

Gleichwohl verpflichtet sich die Stadt Bargteheide Bürgerbeteiligungsverfahren und ihre Ergebnisse prozessbegleitend zu dokumentieren und redaktionell verständlich, bürgerfreundlich, nachvollziehbar und transparent aufzubereiten.

Nachfolgend ist die Maßnahmenliste, mit der sich der Arbeitskreis Stadtdialog befasst hat, angefügt.

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