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Datum: 10.01.2020

Nahtoderfahrungen - eine Herausforderung für Theologie und Kirche?! Vortrag der Sektion Bargteheide der Schleswig-Holsteinischen Universitäts-Gesellschaft

Donnerstag, 16.01.2020 um 20.00 Uhr im KGB

Erzählungen von sogenannten „Nahtoderfahrungen“ scheiden die Geister. Nach den frühen Werken von Elisabeth Kübler-

Universitätsgesellschaft Sektion Bargteheide Wappen

Ross und Raymond A. Moody existieren inzwischen eine Vielzahl von Studien, welche Erfahrungen von Menschen untersuchen, die lebensbedrohliche Situationen überlebt haben bzw. die für klinisch tot erklärt wurden. Dass es kultur- und religionsübergreifend entsprechende Erfahrungsberichte gibt, ist unstrittig. Strittig ist jedoch, wie sie wissenschaftlich erklärt werden können. Während Nahtoderfahrungen einerseits als Halluzinationen, Träume bzw. Notfunktionen eines sterbenden Gehirns interpretiert werden können, werden sie andererseits als Indizien für eine Unsterblichkeit der menschlichen Seele bzw. gar als Beweise einer Existenz Gottes gedeutet. Kontroverse Diskussionen zu diesem Thema begegnen in unterschiedlichen wissenschaftlichen Forschungsfeldern wie z. B. der Psychologie, Medizin, Neurophysiologie, Soziologie, Physik, Ethnologie, Religionswissenschaft etc. Umso mehr verwundert es, dass Nahtoderfahrungen bisher im Bereich wissenschaftlicher Theologie bzw. kirchlicher Stellungnahmen nur eine sehr geringe Aufmerksamkeit erfahren haben. Angesichts dessen verfolgt der Vortrag zwei Intentionen: Einerseits soll die Geschichte und der gegenwärtige Stand der kontroversen wissenschaftlichen Erforschungen von Nahtoderfahrungen skizziert werden. Andererseits soll darlegt werden, warum und in welcher Weise Nahtoderfahrungen auch eine Herausforderung für Theologie und Kirche darstellen.