Vaterschaftsanerkennung

Die Vaterschaft kann zu dem Kinde einer nichtverheirateten Mutter vor oder nach der Geburt anerkannt werden.

Informationen:

Die Vaterschaft ist vor einer Urkundsperson anzuerkennen, d.h. beim Jugendamt, Standesamt, Amtsgericht oder Notar. Die Zustimmung der Mutter ist erforderlich.
Internetlink Wikipedia zum Thema Vaterschaftsanerkennung

Notwendige Unterlagen/ Voraussetzungen:

Die Vorlage des Personalausweises und der Geburtsurkunde des Anerkennenden wäre sehr hilfreich.

Leistungsbeschreibung

Vater eines Kindes ist rechtlich in folgender Rangfolge der Mann,

  • der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist,
  • der die Vaterschaft anerkannt hat oder
  • dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt ist.

Rechtlicher Vater Ihres nichtehelichen Kindes können Sie daher werden, indem Sie die Vaterschaft anerkennen. Das ist allerdings nicht möglich, solange noch die rechtliche Vaterschaft eines anderen Mannes besteht.

Die Anerkennung der Vaterschaft ist schon vor der Geburt des Kindes zulässig. Sie bedarf der Zustimmung der Mutter und in besonderen Fällen auch des Kindes oder weiterer Personen. Die Anerkennung und die Zustimmung müssen öffentlich beurkundet werden.

Liegen die Urkunden über die Anerkennung der Vaterschaft und die Zustimmung zur Anerkennung schon vor der Beurkundung der Geburt durch das Standesamt vor, wird der Vater wie bei verheirateten Eltern von Anfang an mit im Geburtenbuch und in der Geburtsurkunde eingetragen. Bei einer späteren Anerkennung werden  Geburtenbuch und Geburtsurkunde nachträglich ergänzt.

(Quelle: Schleswig Holstein / https://ws-sh.zfinder.de)
Was sollte ich noch wissen?

Haben Sie die Vaterschaft wirksam anerkannt und sind Sie damit rechtlicher Vater Ihres Kindes, so entstehen automatisch Unterhalts- und Erbansprüche sowie das Recht auf Umgang. Auch können Sie von der Mutter verlangen, dass Sie Ihnen Auskunft über die persönlichen Verhältnisse Ihres Kindes erteilt, soweit dies nicht seinem Wohl widerspricht.

Das (Mit-)Sorgerecht steht Ihnen jedoch erst zu, wenn Sie und die Mutter des Kindes erklären, dass Sie die elterliche Sorge gemeinsam übernehmen wollen ( Sorgeerklärungen ). Wenn Sie die Vaterschaft beim Jugendamt oder einer Notarin/einem Notar anerkennen, können Sie zugleich auch Sorgeerklärungen abgeben.

(Quelle: Schleswig Holstein / https://ws-sh.zfinder.de)


Ansprechpartner:

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Welche Gebühren fallen an?
Die Beurkundung ist gebührenfrei, allerdings können bei der Beurkundung durch das Amtsgericht und durch eine Notarin/Notar Auslagen anfallen.
(Quelle: Schleswig Holstein / https://ws-sh.zfinder.de)







Rechtsgrundlage
§ 1592, 1594 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
(Quelle: Schleswig Holstein / https://ws-sh.zfinder.de)




Was muss ich mitbringen?

für die Anerkennungserklärung des Vaters:

  • eigener Personalausweis oder Reisepass,
  • eigene Geburtsurkunde
  • Geburtsurkunde des Kindes (nach der Geburt) bzw. Nachweis des voraussichtlichen Geburtsdatums (vor der Geburt, z. B. durch den Mutterpass)

für die Zustimmungserklärung der Mutter:

  • eigener Personalausweis oder Reisepass,
  • eigene Geburtsurkunde
  • sofern die Zustimmung nachträglich erklärt wird: Anerkennungserklärung des Vaters in beglaubigter Abschrift: und Geburtsurkunde des Kindes (nach der Geburt) bzw. Nachweis des voraussichtlichen Geburtsdatums (vor der Geburt, z. B. durch den Mutterpass)

Sofern weitere Personen der Vaterschaftsanerkennung zustimmen müssen, benötigen diese ebenfalls ihren Personalausweis oder Reisepass.
Im Einzelfall können weitere Unterlagen notwendig sein. Wenden Sie sich bei Bedarf vorab an die beurkundende Stelle

(Quelle: Schleswig Holstein / https://ws-sh.zfinder.de)
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