Ein Abend, der berührt und Mut macht: Bargteheide setzt ein Zeichen für die Demokratie
Was für ein Abend! Ein voller Saal, bewegende Musik, eindrucksvolle Lesungen und Menschen, die gemeinsam ein Zeichen für Demokratie, Freiheit und Menschlichkeit setzen wollten: Die Stadt Bargteheide hat sich am gestrigen Abend zum dritten Mal an der landesweiten „Langen Nacht der Demokratie“ beteiligt. Die Veranstaltung wurde zu einem eindrucksvollen Plädoyer für Zusammenhalt, Mut und gesellschaftliches Engagement.
Im Mittelpunkt des Abends stand der Musiker Aeham Ahmad, der das Publikum mit seiner Musik tief berührte. Mit großer Emotionalität und musikalischer Ausdruckskraft gelang es ihm, die Menschen im Saal mitzunehmen und mit seiner Musik eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen, die von Hoffnung, Verlust, Heimat und der Sehnsucht nach Freiheit erzählt.
Besonders bewegend war seine persönliche Lebensgeschichte. Im Jahr 2015 musste er vor dem Assad-Regime aus Syrien fliehen und fand in Deutschland Schutz und eine neue Perspektive. Seine Erfahrungen, die eindrücklich deutlich machen, was es bedeutet, Freiheit und Sicherheit nicht als selbstverständlich erleben zu können. Diese hat Aeham Ahmad in dem Buch "Und die Vögel werden singen" festgehalten.
Sören von Hoerschelmann bereichterte das Programm mit einer ganz besonderen Lesung aus diesem Buch und eröffnete den Gästen so weitere Perspektiven auf die Themen des Abends, der dazu einlud, innezuhalten, zuzuhören und über Freiheit, Menschlichkeit und demokratische Verantwortung nachzudenken.
„Dieser Abend hat uns allen noch einmal vor Augen geführt, wie wertvoll unsere Demokratie ist. Sie ist keine Selbstverständlichkeit. Jeder einzelne Mensch trägt Verantwortung dafür, dass sie erhalten bleibt. Seid mutig, seid laut und setzt euch für unsere Demokratie ein!“, betonte Anna Roggensack, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bargteheide.
Auch Bürgermeisterin Gabriele Hettwer unterstützte die Veranstaltung. Die Ehrenbürgerin der Stadt, Jutta Werner, sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft waren ebenfalls unter den Gästen.
Die „Lange Nacht der Demokratie“ ist zugleich Ausdruck einer langjährigen, gelungenen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bargteheide und der Volkshochschule Bargteheide. Gemeinsam mit Frank Feier, Leiter der Volkshochschule Bargteheide entwickelt und begleitet Anna Roggensack seit mehreren Jahren unterschiedliche Projekte und Veranstaltungsformate rund um Demokratiebildung, gesellschaftliche Teilhabe, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander.
Der gestrige Abend war mehr als eine Kulturveranstaltung. Er war zugleich eine Einladung, zuzuhören, miteinander ins Gespräch zu kommen, Perspektiven zu wechseln und sich der eigenen Verantwortung für das demokratische Zusammenleben bewusst zu werden.
Ein voller Saal, bewegende Musik, Literatur und eine klare Botschaft: Demokratie lebt von Menschen, die sich einbringen, Haltung zeigen und füreinander einstehen. Bargteheide hat an diesem Abend eindrucksvoll gezeigt, dass demokratisches Engagement vor Ort beginnt.