integriertes Vorreiterkonzept
Die Stadt Bargteheide hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden. Dies hat die Stadtvertretung am 21. April 2022 beschlossen. Mit dem integrierten Vorreiterkonzept liegt eine Planungs- und Entscheidungsgrundlage vor, die aufzeigt, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Einen weiteren Schritt hat die Stadtvertretung am 2. Juli 2026 unternommen: Sie beschloss einstimmig den aktualisierten Maßnahmenkatalog des Konzepts. Obwohl ein Erreichen der angestrebten Klimaneutralität aufgrund der bundesweiten Gesamtsituation nicht absehbar ist, wird der eingeschlagene Weg zur Reduzierung der Treibhausemissionen hiermit tatkräftig weiterverfolgt.
Eine Grundlage für den weiteren Klimaschutz
Wo entstehen Treibhausgasemissionen in Bargteheide, welche Bereiche tragen dazu bei und wie lassen sich diese Emissionen verringern? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das integrierte Vorreiterkonzept, dessen Erstellung im Februar 2025 begann.
Das Konzept baut auf dem ersten Klimaschutzkonzept der Stadt Bargteheide aus dem Jahr 2012 auf. Es untersucht die Ausgangssituation vor Ort und zeigt eine Strategie zur Verringerung der Treibhausgasemissionen auf. Die Bestandsaufnahme und der daraus entwickelte Maßnahmenkatalog bilden eine Grundlage für die weiteren Entscheidungen zum Klimaschutz in Bargteheide.
Ergebnisse der Energie- und Treibhausgasbilanz
Ein wesentlicher Bestandteil des Vorreiterkonzepts ist die Energie- und Treibhausgasbilanz für das Jahr 2023. Sie zeigt, wie viel Energie in Bargteheide verbraucht wurde und auf welche Bereiche sich die bilanzierten Treibhausgasemissionen verteilen.
Der Endenergieverbrauch betrug im Jahr 2023 insgesamt 245 Gigawattstunden. Den größten Anteil hatte Erdgas mit 49 Prozent, gefolgt von Strom mit 23 Prozent. Auf die Kraftstoffe Diesel und Benzin entfielen zusammen 20 Prozent. Weitere Anteile machten Heizöl, Fernwärme und sonstige Energieträger aus.
Von der Beratung zum beschlossenen Maßnahmenkatalog
Am 12. März 2026 nahm die Stadtvertretung das integrierte Vorreiterkonzept zur Kenntnis und verwies den darin enthaltenen Maßnahmenkatalog zur weiteren Beratung an den Hauptausschuss. Fraktionsübergreifend verständigte sich die Stadtvertretung auf ein gemeinsames Vorgehen für die weitere Umsetzung des Konzepts.
Der Hauptausschuss befasste sich in seinen Sitzungen am 6. Mai und am 18. Juni 2026 mit den vorgeschlagenen Maßnahmen. Dabei prüfte er, inwieweit sie in Bargteheide anwendbar sind. Neben der Effizienz und Wirksamkeit der Maßnahmen wurden auch die verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen der Stadt berücksichtigt.
Auf dieser Grundlage wurde der Maßnahmenkatalog aktualisiert und am 2. Juli 2026 von der Stadtvertretung einstimmig beschlossen.
Konzept und Maßnahmenkatalog zum Herunterladen
Das vollständige Vorreiterkonzept enthält die Bestandsaufnahme, die Ergebnisse der Untersuchungen und die daraus abgeleitete Klimaschutzstrategie. Die beschlossenen Maßnahmen finden Sie im aktualisierten Maßnahmenkatalog.
- PDF-Datei: 2.7 MB
- PDF-Datei: 1.2 MB
Förderung durch die Nationale Klimaschutzinitiative
Die Erstellung des integrierten Vorreiterkonzepts wurde im Rahmen der Kommunalrichtlinie durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Der Förderzeitraum erstreckte sich vom 1. Mai 2024 bis zum 31. März 2026. Das Förderkennzeichen lautet 67K23662.
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
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