Katastrophenschutzübung: Rund 500 Einsatzkräfte proben den Ernstfall
Am Samstag, 26. September 2026, fand in und um Bargteheide eine groß angelegte Katastrophenschutzübung statt. Rund 300 Einsatzkräfte sowie weitere 200 Personen aus Übungsleitung, Planung und als Verletztendarsteller waren beteiligt.
Angenommen wurde eine schwere Unwetterlage, die über Bargteheide hinwegzieht und zahlreiche, nahezu zeitgleich auftretende Hilfeleistungen erforderlich macht. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzkräfte zu erproben, die Führungsstelle sowie die Notfallinformationspunkte (NIP) zu testen und die Kommunikation und Dokumentation im Einsatz zu überprüfen.
Beteiligt waren unter anderem die Freiwilligen Feuerwehren aus Bargteheide und dem Amt Bargteheide-Land, der Technische Einsatzleitung Stormarn, der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hilfsdienst, das Deutsche Rote Kreuz, der Rettungsdienst, die Polizei und die DLRG Bargteheide. Unterstützt wurde die Übung zudem durch den Kreis Stormarn und die Psychosoziale Notfallversorgung/Krisenintervention.
Bereits am Morgen wurden die ersten Einsatzkräfte alarmiert. In kurzer Zeit entstand eine Vielzahl unterschiedlicher Einsatzlagen: Unter anderem mussten Personen nach einem umgestürzten Baum gerettet, eine Person von einem Dach geborgen und Wasser aus einem Keller abgepumpt werden.
Eine umfangreiche Lage wurde in der Wohnanlage Malepartus am Tremsbütteler Weg simuliert. Nach einem umgestürzten Baum und einer zunächst geretteten Puppe kam es dort zu einem angenommenen Brand mit mehreren zu rettenden Personen. Ein zusätzlicher Stromausfall erforderte die Evakuierung und Betreuung von rund 40 Bewohnerinnen und Bewohnern. Die technische Bereitschaft des Kreises Stormarn übte dabei die Versorgung über eine Netzersatzanlage.
Auch in Bargfeld-Stegen wurden ein Notfallinformationspunkt eingerichtet und das Bürgerhaus sowie die Feuerwache über eine Netzersatzanlage mit Strom versorgt. Die Betreuungseinheit des Malteser Hilfsdienstes stellte im Anschluss eine warme Mahlzeit und Getränke für die Einsatzkräfte bereit.
Die Übung bot damit die Möglichkeit, Abläufe unter realitätsnahen Bedingungen zu überprüfen und die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen weiter zu stärken. Auch während der Übung standen Einsatzkräfte für den regulären Brandschutz bereit, sodass der Schutz der Bevölkerung jederzeit gewährleistet blieb.
Unter den Gästen und Beobachtenden waren auch Vertreterinnen und Vertreter der Kreispolitik, darunter Landrat Dr. Henning Görtz, sowie der Landesbrandmeister von Schleswig-Holstein, Jörg Nero. Auch der Bargteheider Verwaltungsstab verfolgte die Übung.
Die Stadt Bargteheide bedankt sich bei allen beteiligten Einsatzkräften, Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Unterstützenden für ihren Einsatz und die wichtige gemeinsame Vorbereitung auf mögliche Schadenslagen.