Europa lebt von Begegnungen: Bargteheide pflegt seine Städtepartnerschaften
Bargteheide lebt Europa – durch persönliche Begegnungen, fachlichen Austausch und langjährige Freundschaften über Ländergrenzen hinweg. In diesem Jahr standen gleich zwei Besuche der Partnerstädte im Mittelpunkt: Déville-lès-Rouen in Frankreich und Żmigród in Polen. Während der Besuch in der Normandie neue Ideen für die kommunale und kulturelle Zusammenarbeit hervorbrachte, stand die Begegnung mit Żmigród ganz im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums der offiziellen Städtepartnerschaft.
Neue Impulse für die Partnerschaft mit Frankreich
Kurz vor den Sommerferien reiste eine Bargteheider Delegation in die französische Partnerstadt Déville-lès-Rouen. Bürgermeisterin Gabriele Hettwer wurde von Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth sowie Vertreterinnen und Vertretern der politischen Parteien in der Stadtvertretung begleitet. Für eine reibungslose Verständigung sorgte Andreas Bäuerle, der die Delegation als Dolmetscher unterstützte.
Nach einem herzlichen Empfang in Paris und einem gemeinsamen Abendessen mit Raum für persönliche Gespräche ging es weiter nach Déville-lès-Rouen. Im Mittelpunkt des ersten Arbeitsreffens standen der Austausch kommunaler Erfahrungen und mögliche neue Formen der Zusammenarbeit. Dabei wurde auch der Wunsch geäußert, Kontakte zum Bargteheider Orchester aufzunehmen, um die kulturelle Partnerschaft zu stärken. Interessante Einblicke in die Arbeit vor Ort ermöglichte ebenfalls die Vorstellung des kommunalen Ordnungsdienstes.
Im Anschluss besichtigte die Delegation verschiedene städtische Einrichtungen wie den neu gestalteten Park mit seinem großzügigen Spielplatz und naturnahen Bereichen, der anschaulich zeigt, wie öffentliche Räume die Lebensqualität steigern, Begegnungen fördern und Naturerfahrungen ermöglichen können.
Nach einem abwechslungsreichen Tag trat die Delegation am nächsten Morgen die Heimreise über Paris an. Die Begegnung knüpfte an die seit 1969 bestehende deutsch-französische Städtepartnerschaft an und setzte neue Impulse für ihre weitere Entwicklung.
Bürgermeisterin Gabriele Hettwer: „Ich freue mich sehr, dass unsere langjährige Freundschaft mit Déville-lès-Rouen wieder spürbar wächst. Der persönliche Austausch ist neu belebt, und mit der Idee, Kontakte zu unserem Bargteheider Orchester aufzubauen, zeichnet sich bereits ein erster konkreter Ansatz für die weitere Zusammenarbeit ab. Solche Begegnungen zeigen, dass unsere Städtepartnerschaft Zukunft hat und wir gemeinsam neue Wege gehen können.“
25 Jahre Städtepartnerschaft mit Żmigród
Ein besonderer Anlass führte die Bargteheider Delegation im September in die polnische Partnerstadt Żmigród: 25 Jahre offizielle Städtepartnerschaft. Am 8. September 2001 wurde der Verschwisterungsvertrag unterzeichnet. Die ersten Vereinbarungen zur Intensivierung der Kontakte waren bereits am 1. Juli 2000 in Bargteheide getroffen worden.
Die Delegation wurde von Bürgermeisterin Gabriele Hettwer angeführt. Ihr gehörten der stellvertretende Bürgervorsteher Peter Beckendorf sowie Vertreter der politischen Parteien in der Bargteheider Stadtvertretung an. Empfangen wurden die Gäste vom Bürgermeister von Żmigród, Robert Lewandowski, und Vertreterinnen und Vertretern der Stadt.
Das Besuchsprogramm bot vielfältige Einblicke in die Entwicklung und das kommunale Leben der polnischen Partnerstadt wie auch die Besichtigungen diverser öffentlicher Einrichtungen. Nach einem regen Erfahrungsaustausch kam die Delegation bei einem gemeinsamen Essen mit Spezialitäten der polnischen Küche mit den Gastgebern zusammen. Der zweite Besuchstag begann mit einem Arbeitstreffen in der historischen Baszta (Bastei). Im Anschluss erhielten die Gäste einen Einblick in die bewegte Geschichte des Schlosses Trachenberg, das über Jahrhunderte Stammsitz der Familie von Hatzfeld war und zu den geschichtsträchtigen Orten Niederschlesiens zählt. Auch der Besuch des neuen Rathauses sowie des Wasserturms standen auf dem Programm. Dabei konnte die Delegation sowohl historische Bauwerke kennenlernen als auch einen Eindruck von der aktuellen Entwicklung der Stadt gewinnen.
Ein rundum gelungener Besuch, findet auch Bürgermeisterin Gabriele Hettwer: „25 Jahre offizielle Städtepartnerschaft mit Żmigród sind ein schöner Anlass, unsere Verbundenheit zu feiern und zugleich nach vorn zu schauen. Der offene Austausch und die Einblicke in das Leben unserer polnischen Partnerstadt haben gezeigt, wie viel Potenzial in unserer Zusammenarbeit steckt. Ich bin zuversichtlich, dass aus diesen Begegnungen neue Ideen und weitere gemeinsame Projekte entstehen und unsere Freundschaft weiterwächst.“
Zwei Partnerstädte, ein gemeinsamer europäischer Gedanke
Die Begegnungen in Frankreich und Polen verdeutlichen, wie unterschiedlich und zugleich wie eng miteinander verbunden die Themen kommunaler Partnerschaft sein können. Städtepartnerschaften werden dort lebendig, wo Menschen einander begegnen und aus Gesprächen Verständnis, Vertrauen und oft auch langjährige Freundschaften entstehen.
Eine wertvolle Verbindung – auch für die kommunale Arbeit und das gesellschaftliche Miteinander, die dazu beiträgt, Europa im Kleinen erfahrbar zu machen.